Willkommen auf unserer Plattform für Feinstaubmessungen. Wir setzen uns für eine gesündere Umwelt und bessere Luftqualität in Vorarlberg ein.
Jetzt mitmachenAlle Berichte als PDF, je Standort. Die Berichte fassen die täglich gesammelten Messwerte zusammen und reichen bis einschließlich {{ reportEndDate }}.
| Standort | Letzte 2 Wochen | Jahresbericht |
|---|---|---|
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Feinstaub ist ein Gemisch aus winzigen festen und flüssigen Teilchen, die in der Luft schweben. Fachleute sprechen von Particulate Matter (PM). Die Zahl dahinter nennt den größten Durchmesser in Mikrometern (µm), der zu dieser Gruppe zählt. Ein Mikrometer ist ein Tausendstel Millimeter.
Die Gruppen sind ineinander verschachtelt: PM10 umfasst alle Partikel bis 10 µm, also auch PM2.5 und PM1. PM2.5 umfasst alle Partikel bis 2,5 µm, also auch PM1. Deshalb ist der PM2.5-Wert immer mindestens so hoch wie der PM1-Wert.
Der „feine“ Feinstaub. Er stammt überwiegend aus Verbrennung oder bildet sich erst in der Luft aus Gasen. Er bleibt tagelang in der Schwebe und wird weit verfrachtet.
Die feinste Gruppe, die wir anzeigen. Diese Partikel entstehen vor allem bei Verbrennung oder bilden sich in der Luft aus Gasen. Sie dringen am tiefsten in den Körper ein.
PM10 umfasst alle Partikel bis 10 µm, also auch PM2.5. Der zusätzliche grobe Anteil zwischen 2,5 und 10 µm entsteht vor allem durch Abrieb und Aufwirbelung, also mechanisch statt durch Verbrennung.
Wir atmen jeden Tag 10.000 bis 20.000 Liter Luft ein, und mit ihr alles, was darin schwebt. Feinstaub ist mit bloßem Auge nicht zu sehen: Ein PM2.5-Partikel ist etwa 30-mal dünner als ein menschliches Haar. Gerade weil die Teilchen so klein sind, gelangen sie tief in die Lunge, die allerfeinsten sogar ins Blut.
Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der WHO stuft Feinstaub seit 2013 als krebserregend ein, vor allem für Lungenkrebs. Einen Wert, unter dem Feinstaub sicher unbedenklich ist, kennt man nicht. Deshalb gilt: je weniger, desto besser.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt für PM2.5 einen Jahresmittelwert von höchstens 5 µg/m³ und einen Tagesmittelwert von höchstens 15 µg/m³. Wer weiß, wie gut die Luft vor der eigenen Haustür ist, kann sein Verhalten anpassen, etwa beim Lüften, beim Sport im Freien oder beim Heizen mit Holz.
Die bisher geltenden EU-Grenzwerte liegen weit über diesen Empfehlungen. Deshalb hat die EU neue, deutlich strengere Grenzwerte beschlossen.
Mit der neuen Luftqualitätsrichtlinie (EU) 2024/2881 rückt die EU näher an die Empfehlungen der WHO heran. Für Feinstaub werden die Grenzwerte teilweise mehr als halbiert. Für PM2.5 gibt es künftig erstmals auch einen Grenzwert für den Tagesmittelwert.
| Schadstoff | EU bisher | EU ab 2030 | WHO |
|---|---|---|---|
| PM2.5 Jahresmittel | 25 µg/m³ | 10 µg/m³ | 5 µg/m³ |
| PM2.5 Tagesmittel | kein Grenzwert | 25 µg/m³ max. 18×/Jahr |
15 µg/m³ |
| PM10 Jahresmittel | 40 µg/m³ | 20 µg/m³ | 15 µg/m³ |
| PM10 Tagesmittel | 50 µg/m³ max. 35×/Jahr |
45 µg/m³ max. 18×/Jahr |
45 µg/m³ |
Unsere Jahresberichte zählen bereits heute, an wie vielen Tagen der künftige PM2.5-Tagesgrenzwert von 25 µg/m³ überschritten wurde. So siehst du schon jetzt, ob die Luft bei dir die neuen Anforderungen erfüllen würde.
Bei uns gilt das Immissionsschutzgesetz-Luft (IG-L). Beim PM10-Tagesmittel ist es schon heute strenger als die EU: 50 µg/m³ dürfen an höchstens 25 statt 35 Tagen im Jahr überschritten werden. Die neuen EU-Grenzwerte soll Österreich mit dem neuen IG-L 2027 übernehmen, der Entwurf wurde im Oktober 2026 zur Begutachtung vorgelegt.
Auch Stickstoffdioxid (NO₂), das vor allem aus den Abgasen des Straßenverkehrs stammt, und bodennahes Ozon an heißen Sommertagen belasten die Gesundheit. Unsere Sensoren messen nur Feinstaub. Die neue EU-Richtlinie halbiert ab 2030 auch den Jahresgrenzwert für NO₂ von 40 auf 20 µg/m³, die WHO empfiehlt 10 µg/m³.
Im Rheintal und in den Tälern ist Feinstaub vor allem im Winter ein Thema. Dann kommt oft einiges zusammen:
Im Sommer ist die Belastung meist niedriger. Spitzen gibt es auch zu Silvester durch Feuerwerk oder wenn Saharastaub bis nach Vorarlberg getragen wird.
Das Land Vorarlberg misst die Luftqualität an amtlichen Messstationen. Unsere Sensoren ergänzen dieses Netz dort, wo es keine Station gibt.
Mit ein paar Gewohnheiten schützt du dich selbst und sorgst für weniger Feinstaub in deiner Umgebung.
Die Messung von Feinstaub ist ein wichtiger Schritt, um die Luftqualität zu verstehen und die Auswirkungen auf die Gesundheit zu erkennen. Offizielle Stationen liefern wichtige Daten, sind aber oft weit verteilt. Mit deiner Hilfe machen wir das Unsichtbare flächendeckend sichtbar.
Wir bieten den Menschen in Vorarlberg die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden. Du musst kein Profi sein, um wertvolle Daten zu sammeln:
Herzstück jeder Feinstaubgurke ist der Sensirion SPS30, ein Feinstaubsensor aus der Schweiz. Er saugt mit einem kleinen Lüfter Umgebungsluft an und durchleuchtet sie mit einem Laser. Aus dem Streulicht der Partikel bestimmt er, wie viele Teilchen welcher Größe in der Luft schweben. Verbaut ist er im LoRaWAN-Feinstaubsensor ELV-LW-SPM.
Nein. Der Sensor funkt seine Werte per LoRaWAN über The Things Network. Nötig ist ein Empfänger (Gateway) in Funkreichweite. Ob der Empfang an deinem Platz reicht, hängt von vielen Faktoren ab und lässt sich vorher nicht sicher sagen. Kommen keine Werte an, kann ein anderer Platz helfen.
Ja. Er kann mit Netzteil oder mit Akku betrieben werden. Eine Akkuladung reicht rund eine Woche.
Nichts. Wir leihen dir den Sensor kostenlos für 2 Wochen.
Nein. Die Wandergurke hat keine feste Position, und wir zeigen auch keinen Standort an. Dein Name und deine Adresse werden nicht veröffentlicht.
Der Sensor ist kein amtliches Messgerät. Verläufe, typische Tageszeiten und Unterschiede zwischen Orten zeigt er gut. Einzelne Werte können abweichen, bei hoher Luftfeuchte vor allem nach oben.
Du bringst den Sensor zurück nach Dornbirn. Die Messwerte bleiben gespeichert.
Nein, Rohdaten geben wir nicht heraus. Die Auswertungen gibt es als PDF je Standort, oben unter „Auswertungen“.
Schreib uns einfach eine E-Mail, um dir einen Sensor zu reservieren. Du kannst ihn dann ganz unkompliziert in Dornbirn abholen.
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Abholung:
Plattform für digitale Initiativen
Dr. Anton-Schneider-Straße 28b
Gebäude M / Raum M02
A-6850 Dornbirn
Die Feinstaubgurke ist ein Citizen-Science-Projekt der Plattform für digitale Initiativen, eines Vereins aus Dornbirn. Wir leihen Sensoren an Menschen in Vorarlberg, damit sie die Luftqualität vor ihrer Haustür selbst messen können. Die Messwerte zeigen wir live auf dieser Seite und als Auswertung im PDF.
Fragen, Ideen oder Lust mitzuhelfen? Schreib uns an team@digitaleinitiativen.at.