Atme tief durch, Dornbirn.

Willkommen auf unserer Plattform für Feinstaubmessungen. Wir setzen uns für eine gesündere Umwelt und bessere Luftqualität in Vorarlberg ein.

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Feinstaubgurke Header Illustration

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So liest du die Werte (PM2.5 in µg/m³): {{ level.legend }}

Warum ist Luftqualität wichtig?

Wir atmen jeden Tag rund 10.000 Liter Luft ein, und mit ihr alles, was darin schwebt. Feinstaub ist mit bloßem Auge nicht zu sehen: Ein PM2.5-Partikel ist etwa 30-mal dünner als ein menschliches Haar. Gerade weil die Teilchen so klein sind, gelangen sie tief in die Lunge und die feinsten sogar über die Blutbahn bis ins Gehirn.

Grafik: PM10 bleibt in Nase, Rachen und oberen Atemwegen hängen, PM2.5 gelangt bis in die Bronchien, PM1 erreicht die Lungenbläschen, kann ins Blut übertreten und so bis ins Gehirn gelangen. Darunter die Bewertung für PM2.5 in µg/m³: sehr gut 0 bis 5, gut 5 bis 10, befriedigend 10 bis 15, schlecht 15 bis 20, sehr schlecht ab 20.
Je kleiner die Partikel, desto tiefer dringen sie in den Körper ein. Unsere Sensoren messen PM2.5 und PM1.
Atemwege Feinstaub reizt die Atemwege und kann Asthma, Bronchitis und andere Lungenerkrankungen auslösen oder verschlimmern.
Herz & Kreislauf Die kleinsten Partikel gelangen ins Blut und erhöhen das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Bluthochdruck.
Besonders gefährdet Kinder, ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen reagieren besonders empfindlich auf schlechte Luft.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt für PM2.5 einen Jahresmittelwert von höchstens 5 µg/m³ und einen Tagesmittelwert von höchstens 15 µg/m³. Wer weiß, wie gut die Luft vor der eigenen Haustür ist, kann sein Verhalten anpassen, etwa beim Lüften, beim Sport im Freien oder beim Heizen mit Holz.

Die bisher geltenden EU-Grenzwerte liegen weit über diesen Empfehlungen. Deshalb hat die EU neue, deutlich strengere Grenzwerte beschlossen.

Neue EU-Grenzwerte ab 2030

Mit der neuen Luftqualitätsrichtlinie (EU) 2024/2881 rückt die EU näher an die Empfehlungen der WHO heran. Für Feinstaub werden die Grenzwerte teilweise mehr als halbiert. Für PM2.5 gibt es künftig erstmals auch einen Grenzwert für den Tagesmittelwert.

Schadstoff Bisher Ab 2030 WHO
PM2.5 Jahresmittel 25 µg/m³ 10 µg/m³ 5 µg/m³
PM2.5 Tagesmittel kein Grenzwert 25 µg/m³
max. 18×/Jahr
15 µg/m³
PM10 Jahresmittel 40 µg/m³ 20 µg/m³ 15 µg/m³
PM10 Tagesmittel 50 µg/m³
max. 35×/Jahr
45 µg/m³
max. 18×/Jahr
45 µg/m³

Ab wann gelten die neuen Grenzwerte?

  • Dezember 2024 Die neue Luftqualitätsrichtlinie tritt in Kraft.
  • Dezember 2026 Die Mitgliedstaaten, also auch Österreich, müssen die Richtlinie in nationales Recht umsetzen.
  • 1. Jänner 2030 Die neuen Grenzwerte gelten verbindlich. Wird ein Grenzwert überschritten, müssen Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität gesetzt werden.

Unsere Jahresberichte zählen bereits heute, an wie vielen Tagen der künftige PM2.5-Tagesgrenzwert von 25 µg/m³ überschritten wurde. So siehst du schon jetzt, ob die Luft bei dir die neuen Anforderungen erfüllen würde.

Warum selbst messen?

Die Messung von Feinstaub ist ein wichtiger Schritt, um die Luftqualität zu verstehen und die Auswirkungen auf die Gesundheit zu erkennen. Offizielle Stationen liefern wichtige Daten, sind aber oft weit verteilt. Mit deiner Hilfe machen wir das Unsichtbare flächendeckend sichtbar.

Wie funktioniert es?

Wir bieten den Menschen in Vorarlberg die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden. Du musst kein Profi sein, um wertvolle Daten zu sammeln:

1. Ausleihen Wir stellen dir den Sensor kostenlos für 2 Wochen zur Verfügung.
2. Platzieren Platziere den Sensor einfach auf dem Balkon oder im Garten.
3. Auswerten Der Sensor verbindet sich und du erhältst sofort präzise Daten zur Feinstaubkonzentration bei dir zuhause.

Unser Sensor

Herzstück jeder Feinstaubgurke ist der Sensirion SPS30, ein Feinstaubsensor aus der Schweiz. Er saugt mit einem kleinen Lüfter Umgebungsluft an und durchleuchtet sie mit einem Laser. Aus dem Streulicht der Partikel bestimmt er, wie viele Teilchen welcher Größe in der Luft schweben. Verbaut ist er im LoRaWAN-Feinstaubsensor ELV-LW-SPM.

Schematischer Querschnitt des Sensirion SPS30: 1. Umgebungsluft strömt durch den Einlass, 2. ein Laserstrahl durchleuchtet den Luftstrom, 3. die Partikel streuen das Licht in der Messkammer, 4. eine Fotodiode misst das Streulicht und bestimmt die Partikelgröße, 5. ein Lüfter saugt die Luft an und bläst sie durch den Auslass wieder aus.
  1. LufteinlassUmgebungsluft strömt in den Sensor.
  2. LaserEin Laserstrahl durchleuchtet den Luftstrom.
  3. MesskammerJedes Partikel streut das Laserlicht.
  4. FotodiodeMisst das Streulicht und bestimmt so die Größe.
  5. LüfterSaugt die Luft an und bläst sie wieder aus.
So misst der SPS30 Feinstaub (vereinfachte Darstellung).
Sensor
Sensirion SPS30
Messprinzip
Optisch (Laserstreuung)
Messgrößen
PM1, PM2.5, PM4, PM10
Messbereich
0 – 1.000 µg/m³
Genauigkeit PM1 / PM2.5
± 10 µg/m³ (bis 100 µg/m³)
Datenübertragung
LoRaWAN über The Things Network, kein WLAN nötig

Gut zu wissen

  • Wir zeigen PM2.5 und PM1. Diese Größen erfasst der Sensor am zuverlässigsten. Die Werte für PM4 und PM10 leitet er überwiegend rechnerisch daraus ab.
  • Nebel und hohe Luftfeuchtigkeit können die Messwerte erhöhen, weil Wassertröpfchen ähnlich wie Partikel Licht streuen.
  • Live-Werte sind Momentaufnahmen. Die gesetzlichen Grenzwerte beziehen sich auf Tages- und Jahresmittelwerte. Ein kurzer Ausreißer ist daher noch keine Grenzwertüberschreitung.
  • Kein amtliches Messgerät. Unsere Sensoren ergänzen die offiziellen Messstationen des Landes, ersetzen sie aber nicht. Die amtlichen Werte findest du auf vorarlberg-luft.at.

Wie kann ich mitmachen?

Schreib uns einfach eine E-Mail, um dir einen Sensor zu reservieren. Du kannst ihn dann ganz unkompliziert in Dornbirn abholen.

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Abholung:
Plattform für digitale Initiativen
Dr. Anton-Schneider-Straße 28b
Gebäude M / Raum M02
A-6850 Dornbirn